Sigmund Freud - Das Unbehagen in der Kultur
filed in Webseite on Feb.23, 2010
Lese- & Diskussionsreihe
Das etwa 80-seitige Essay wurde 1930 im Rahmen der Diskussionen um eine Politisierung der Psychoanalyse (Freudomarxismus) veröffentlicht. Der gesellschaftskritische Philosoph Th.W. Adorno maß dem Werk eine wesentliche Bedeutung für die Aufarbeitung des Zivilisationsbruch Auschwitz zu: es ist eine der grundlegenden Erkenntnisse der Dialektik der Aufklärung, “daß die Zivilisation ihrerseits das Antizivilisatorische hervorbringt und es zunehmend verstärkt.”
Der Text klärt einige grundlegende Begriffe der Psychoanalyse und streift dabei eine Vielzahl von Themen: u.a. Religionskritik, Arbeit, anthropologische Ursachen von geschlechtlichem Rollenverhalten und heteronormativen Beziehungsgeflechten. Er versucht, Teile der menschlichen Natur und das vielfach vorhandene Unbehagen in der Kutlur zu erklären. Freuds Ansätze sollen Stoff geben für Diskussionen auf heutiger Ebene von Kritik, die ihn nicht mit allem davonkommen lässt.
Bei einem ersten Orga-Treffen haben wir uns darauf geeinigt, das Buch vorher komplett zu lesen und bei den Treffen (immer montags 18h) über je einen Abschnitt zu diskutieren. Wir werden mithilfe einer Moderationswand die Diskussionswünsche aller Teilnehmer_innen schon zu Beginn jeden Treffens visualisieren, um ein komplettes “Diskussions-Chaos” zu vermeiden. Außerdem wird es einen Mailverteiler geben und nach Möglichkeit ein Diskussions-Protokoll.
Vorkenntnisse über Freud, Psychoanalyse oder kritische Theorie sind nicht nötig aber hilfreich, die Treffen dienen antihierarchischem Wissensaustausch und der Diskussion.
Der Text findet sich frei verfügbar im Netz, z.B. hier.
Die nächsten Treffen:
Mo, 08.03. 18h: 1. Abschnitt
Mo, 15.03. 18h: 2. Abschnitt
Mo, 22.03. 18h: 3. Abschnitt
Mo, 29.03. 18h: 4. Abschnitt

