Konzert ab 21:30

Toylettes (Punk / Berlin) https://toylettes.bandcamp.com/album/tape-on-vinyl

Bass Sick Shit (Punk /  Berlin + Schweinfurt) https://soundcloud.com/user-348894127

Alien Pacenta (HC-Punk / Leipzig) https://alienplacenta1.bandcamp.com/

Vortrag 19:00

Die feministische Internationale: Ni una menos; non una di meno; keine mehr

Entstehung Forderungen Plan

2016 gab es in Argentinien einen feministischen Generalstreik. Grund dafür war die Straflosigkeit bei der Gerichtsverhandlung im Fall eines Mordes an einer Frau, einem Femizid. Der Streik fand im Namen Ni una menos, Keine weniger statt. Die Feminist*innen in Italien, Mexiko, Spanien und Polen haben dieses Engagement für die jeweils eigenen Länder aufgegriffen und damit ein weltweites Netzwerk aufgebaut. Sexistische Strukturen bedeuten in allen Ländern eine tolerierte Akzeptanz der Unterdrückung oder Ermordung von Frauen. Im Namen des Patriarchats. Dagegen wendet sich die feministische Internationale. Im Herbst 2017 hat die feministische Bewegung Non una di Meno in Italien ausgehend von einem kollektiven Schreibprozess ein Manifest veröffentlicht. Es analysiert die Strukturen im italienischen Staat und hält die notwendigenVeränderungen und Forderungen fest, um Gewalt in all ihren (strukturellen) Ausmaßen entgegenwirken zu können.

Mit der Übersetzung wollen wir auf die Arbeit der Italienerinnen aufbauend Inspiration finden und Forderungen für den spezifisch deutschen Kontext entwickeln und diskutieren:

Dieser Plan ist keine Bitte um Hilfe, sondern ein Instrument des Kampfes und eine Zusammenschrift von Forderungen. Er ist ein Dokument mit Vorschlägen zum Handeln. Dieser Plan fordert jede* dazu auf, sich selbst zu positionieren, “partire da sé”, also von sich selbst ausgehend an einem Prozess der radikalen Transformation von Gesellschaft, Kultur, Wirtschaft, Beziehungen und Bildung teilzunehmen, um eine gewaltfreie Gesellschaft aufzubauen, die frei ist von männlicher und geschlechtsspezifischer Gewalt. Wir sind viele, wir haben uns organisiert - und werden damit weitermachen - wir haben jetzt einen Plan. Wenige und schlecht verteilte Ressourcen werden nicht reichen, um die Auswirkungen der Gewalt in ihrer Struktur zu bekämpfen, wir fordern mehr und werden es uns nehmen. Wir haben eine gemeinsame Stimme gefunden und wir werden nicht aufhören, sie zu benutzen.

Wir haben einen Plan und wir sind die Kraft, um ihn umzusetzen.“ (Auszug aus dem italienischen Manifest „Wir haben einen Plan“)

Eine Veranstaltung mit den Übersetzerinnen Merle Dyroff, Rina Schmeing und Marlene Pardeller und der Initiative #keinemehr

Bei dieser Veranstaltung bleibt das Atari bis auf den Raucher*innen-Raum rauchfrei.