Lese- & Diskussionsreihe

Das etwa 80-seitige Essay wurde 1930 im Rahmen der Diskussionen um eine Politisierung der Psychoanalyse (Freudomarxismus) veröffentlicht. Der gesellschafts­kritische Philosoph Th.W. Adorno maß dem Werk eine wesentliche Bedeutung für die Aufarbeitung des Zivili­sationsbruch Auschwitz zu: es ist eine der grundlegen­den Erkenntnisse der Dialektik der Aufklärung, “daß die Zivilisation ihrerseits das Antizivilisatorische hervor­bringt und es zunehmend verstärkt.”
Der Text klärt einige grundlegende Begriffe der Psychoanalyse und streift dabei eine Vielzahl von The­men: u.a. Religionskritik, Arbeit, anthropologische Ursachen von geschlecht­lichem Rollenverhalten und heteronorma­tiven Be­ziehungs­geflechten. Er versucht, Teile der menschlichen Natur und das vielfach vorhandene Unbehagen in der Kutlur zu erklären. Freuds Ansätze sollen Stoff geben für Diskussionen auf heutiger Ebene von Kritik, die ihn nicht mit allem davonkommen lässt.

Bei einem ersten Orga-Treffen haben wir uns darauf geeinigt, das Buch vorher komplett zu lesen und bei den Treffen (immer montags 18h) über je einen Abschnitt zu diskutieren. Wir werden mithilfe einer Moderationswand die Diskussionswünsche aller Teilnehmer_innen schon zu Beginn jeden Treffens visualisieren, um ein komplettes “Diskussions-Chaos” zu vermeiden. Außerdem wird es einen Mailverteiler geben und nach Möglichkeit ein Diskussions-Protokoll.

Vorkenntnisse über Freud, Psychoanalyse oder kritische Theorie sind nicht nötig aber hilfreich, die Treffen dienen antihierar­chischem Wissensaustausch und der Diskussion.

Der Text findet sich frei verfügbar im Netz, z.B. hier.

Die nächsten Treffen:

Mo, 08.03. 18h: 1. Abschnitt

Mo, 15.03. 18h: 2. Abschnitt

Mo, 22.03. 18h: 3. Abschnitt

Mo, 29.03. 18h: 4. Abschnitt