Im Osten noch immer nichts neues!

Es ist mal wieder so weit….

In den letzten Wochen gab es im Stadtteil Reudnitz wiederholt Übergriffe auf das Atari und die umliegenden Wohnhäuser.

Das Atari, als Kulturzentrum mit politischem, emanzipatorischen Anspruch, entstand vor drei Jahren als Reaktion auf Nazistress und setzt sich seit dem selbstbewusst und offensiv dem rechten Mainstream im Stadtteil entgegen. Dies scheint für Nazis und andere Arschlöcher immer wieder Anlass genug zu sein: zu pöbeln, die Scheiben einzuwerfen oder das Projekt auf andere Weise anzugreifen.

In den letzten Wochen haben diese Übergriffe eine neue Qualität und Regelmäßigkeit erreicht.

Samstag, 06.08.:

  • Sechs Personen ziehen, Parolen skandierend und den Hitlergruß zeigend, in Richtung Atari/ den Täubchenweg entlang.

Freitag, 12.08.:

  • gegen 3.30 Uhr sammeln sich ca. 20 Personen vor dem Laden - die Gruppe schreit „Scheiss Zecken“ - bedroht das Atari lautstark - kurze Zeit später trifft die von AnwohnerInnen/NachbarInnen gerufene Polizei ein

Freitag, 26.08.:

  • eine Person wirft eine Flasche durch das Fenster des Wohnhauses Kippenbergstraße

Freitag, 02.09.:

  • ca. 10 Personen, mindestens vier davon vermummt, in schwarz gekleidet und mit Teleskopschlagstöcken sowie Lichtspurmunition bewaffnet greifen das Atari an und dringen in benachbarte Wohnhäuser ein - sie zünden Böller – es werden wiederum Scheiben zerschlagen und die Eingangstüren der Wohnhäuser demoliert - während des Vorfalls wurden auch Personen angegriffen – es gab glücklicherweise keine Verletzten

Auch wenn Nazis zum wiederholten Male versuchen, im Leipziger Osten eine Drohkulisse aufzubauen, in dem Projekte und Wohnhäuser angegriffen werden, lassen wir uns davon nicht einschüchtern.

Jetzt erst recht!

Die Vorfälle der letzten Wochen zeigen mal wieder, wie wichtig es ist Projekte wie das Atari als Statement dem rechten Konsens entgegenzusetzen.

Also auch von uns aus im Osten nichts neues…Kein Fußbreit den Faschisten!

Atari Akteur_innen 2011